Hochwasser
30. Mrz. 2009 | Von Cordula | Kategorie: Geschichten + GedichteEs hatte den ganzen Tag geregnet, als ein Mann mit seinem Jeep zu Mr. Jones´ Haus auf dem Land hinausfuhr, um nach dem achtzig Jahre alten Farmer zu sehen. „Mr. Jones“, rief der Mann von seinem Jeep aus dem alten Mann zu, der auf der Veranda saß. „Der Regen wird ziemlich stark und sie sagen, dass der Fluss ansteigt. Sie sollten besser machen, dass Sie von hier wegkommen. Ich nehme Sie mit. Kommen Sie, springen Sie in den Wagen!“ „Nein, danke«, antwortete Mr. Jones. »Mir kann gar nichts passieren. Gott wird für mich aufpassen.“ „Sind Sie sicher, Mr. Jones?“ fragte der Mann. „Ja“, versicherte Mr. Jones. »Fahr nur weiter, Junge. Gott wird auf mich aufpassen.“
Nun, es regnete und es regnete. Und am frühen Abend war Mr. Jones´ Landstraße überflutet. Das Wasser stieg so hoch, dass Mr. Jones nicht mehr auf der Veranda sitzen konnte. Er kletterte auf einer Leiter auf das Verandadach und setzte sich nieder. Ein Nachbar paddelte in einem Kanu vorüber. „Mr. Jones. das Wasser steigt ziemlich hoch. Weshalb kommen Sie nicht mit mir?“ schlug der Nachbar vor. „Nein, danke“, bestand Mr. Jones. „Du paddle nur weiter, Junge. Gott wird auf mich aufpassen.“
Der Regen fiel die ganze Nacht. Das Wasser stieg so hoch um Mr. Jones’ Haus, dass er auf das Dach klettern musste, um trocken zu bleiben. Um Mitternacht flog ein Polizeihelikopter ein, und Mr. Jones hörte die Stimme eines der Stellvertreter des Sheriffs: „Mr. Jones, wir sind hier um Ihnen zu helfen. Ich werde diesen Korb hinunterlassen, und Sie steigen hinein. Keine Angst, Sie werden sicher sein«, schrie der Sheriff-Stellvertreter. „Nein danke“, schrie Mr. Jones zu dem Helikopter hoch. „Sie fliegen nur weiter, Junge. Gott wird auf mich aufpassen.“ „Sind Sie sicher, Mr. Jones?“ schrie der Deputy zurück. „Ja“, bestand Mr. Jones. »Und nun fliegen Sie los! Gott passt schon auf mich auf.“ Der Helikopter flog in die Nacht davon.
Um 2 Uhr früh geriet Mr. Jones doch in Panik. Das Wasser stand so hoch, dass es kaum noch einen trockenen Ort auf dem Dach gab. Er stand auf dem höchsten Punkt, sah in den Himmel hoch, erhob seine Hände, und rief aus: „Gott, wie konntest Du mir das antun! Ich dachte, Du würdest mich RETTEN!“
Der Himmel öffnete sich, Licht ergoss sich über Mr. Jones, und er hörte die klare, schallende Stimme Gottes:
„WAS GLAUBST DU, WER DEN JEEP, DAS KANU UND DEN HELIKOPTER GESCHICKT HAT?“
(L. Georgian)
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Die meisten Male, da wir himmlische Hilfe und Führung erfahren dürfen, geschieht dies nicht durch einen grossen, leuchtenden Engel, der herniederschwebt oder dadurch, daß sich der Himmel öffnet und Gott mit uns spricht.
Die himmlische Führung ist meist allzu realistisch und kann auch in Form von anderen Menschen auf uns zukommen. Wir sollten nicht nur auf diese beeindruckenden Himmelserscheinungen warten, sondern auch im Alltag erkennen, daß vielleicht sogar der Nachbar oder Kollege ein rettender Engel für uns sein kann.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Entdecken Eurer eigenen menschlichen Engel.

Es ist einfach immer wieder schön, diese Geschichte zeigt doch wieder, wir müssen selbst auch was tun, nur rumsitzen und auf Gottes Hilfe warten is nicht.
)
Liebste Cordula, wie wunderschön, dass du dir die Mühe machst und solche Dinge für uns aufschreibst!
Sei lieb umarmt Isolde