Lotteriegewinn
29. Jul. 2009 | Von Cordula | Kategorie: Geschichten + GedichteEin Mann betritt eines Samstagmorgens die Synagoge, um zu beten, wie er das sein ganzes Leben lang getan hat. Aber dieser Samstag ist anders. Er hat eine besondere Bitte. So bleibt er nach dem Gottesdienst, als alle anderen nach Hause gehen, in dem Gotteshaus sitzend zurück, weil er ein Gespräch mit Gott zu führen hat.
»Gott«, sagt er. »Ich brauche Deine Hilfe. Es ist nicht für mich, es ist für meine Familie. Ich muss in der Lotterie gewinnen. Meine Mutter benötigt eine Operation, mein Sohn braucht eine Zahnspange, meine Tochter will auf das College. Ich habe einfach nicht genug Geld, um für alle zu sorgen. Ich verdiene ganz gut, aber ich habe nicht genug. Sie brauchen meine Hilfe, und ich weiß nicht, was ich sonst tun kann. So, bitte, Gott, kannst Du mir helfen, in der Lotterie zu gewinnen?«
Der Mann geht nach Hause, und als die Lotterie-Gewinne der Woche verkündet werden, ist er niedergeschlagen, weil er nicht gewonnen hat. Am nächsten Samstag betet er wieder in der Synagoge.
»Gott», sagt er, »vielleicht hast Du mich nicht verstanden, als ich letzte Woche hier war. Ich muss in der Lotterie gewinnen. Ich bin kein selbstsüchtiger Mann. Es ist nicht für mich. Es ist für meine Familie. Meine Mutter braucht eine Operation, mein Sohn eine Zahnspange, meine Tochter muss aufs College, und jetzt habe ich auch herausgefunden, dass wir eine neue Heizung brauchen! Ich habe nicht genug, um für all das zu sorgen. BITTE Gott, ich muss in der Lotterie gewinnen!«
Der Mann geht wieder nach Hause, und als die Lotterie-Gewinne verkündet werden, ist er sicher, dass er gewinnen wird, aber er tut es nicht. In Tränen aufgelöst betet er am folgenden Samstag in der Synagoge zu Gott.
»Gott», ruft er aus. »kannst du meine Gebete nicht hören? Ich muss in der Lotterie gewinnen. Ich schwöre, es ist nicht für mich. Es ist für meine Familie. Ich hin ein guter Mann, ich arbeite hart und sie brauchen so viel, und ich kann es ihnen nicht gehen. Meine Mutter benötigt eine Operation, mein Sohn braucht Zahnspangen, meine Tochter Geld fürs College, wir brauchen eine neue Heizung, und diese Woche fand ich auch noch heraus, dass meine Frau eine Überfunktion der Schilddrüse hat. Gott. HILF mir, in der Lotterie zu gewinnen!«
Nun, der Himmel öffnet sich und Licht fällt in das Heiligtum der Synagoge nieder, als der Mann die Stimme Gottes hört:
SOHN, KOMM MIR HALBWEGS ENTGEGEN…
KAUFE WENIGSTENS EIN LOS!
(Quelle: unbekannt)
***************************************************************
Müssen wir uns da nicht alle gelegentlich an die eigene Nase fassen? Wir dürfen uns alles von Gott, den Engeln oder dem Universum wünschen. Durch unser Handeln oder auch Nicht-Handeln beeinflussen wir es, wie leicht oder schwer die Geistige Welt es hat, uns diese Wünsche auch zu erfüllen.
In diesem Sinne: Frohes Wünschen!
eine schöne geschichte, die ich vor einigen jahren schon mal hörte.
ich freue mich deinen blog gefunden zu haben. liebe grüsse, giannina
*schmunzel*… Lese die Geschichte nicht zum ersten mal, aber ich finde sie immer wieder lustig…