Liebe, was Du tust

3. Sep. 2009 | Von Cordula | Kategorie: Leben

Wenn Du liebst, was Du tust,
wirst Du nie wieder in Deinem Leben arbeiten.

(Konfuzius)

Es ist wunderbar, wenn wir Dinge tun dürfen, die wir lieben. Es gibt nichts Schöneres, als der eigenen Berufung nachgehen zu können. Täglich das tun, was Spaß macht, den ganzen Tag über Beschäftigungen nachgehen, die uns Freude machen.

Das nennt man wohl Erfüllung.

Aber tun wir das alle? Tun wir es die ganze Zeit? Nein, bestimmt nicht. Wir haben vielleicht nicht unseren Traumjob, wir müssen uns um Dinge kümmern, die nicht wirklich lustig sind und selbstverständlich müssen wir auch mal Arbeiten erledigen, die wir richtig abstoßend finden. Da führt manchmal kein Weg dran vorbei.

Der Weg glücklich und erfüllt zu sein, führt meines Erachtens nicht dahin,
nur Dinge zu tun, die wir lieben -
wir sollten die Dinge lieben, die wir tun.

Wie soll das denn gehen? werden manche fragen. Wie kann ich plötzlich  eine grässliche Arbeit lieben? Nun, das kann einfach sein. Jede Handlung, die ich den Tag über ausführe, mache ich aufgrund meiner eigenen Entscheidung. Ich entscheide mich, etwas zu tun, das ich mag (spazierengehen, malen, faulenzen). Ich entscheide mich aber auch, etwas zu tun, das ich nicht mag (Treppe putzen, Schreibtisch aufräumen, Rasenmähen) – weil es eben grad nicht anders geht.

Und in dem Moment, da ich mich entscheide, kann ich mich auch entscheiden, 100% für diese Aufgabe zu geben. Ich kann die Verantwortung für meine Entscheidung übernehmen und sagen: JA, habe mich dafür entschieden und deshalb mache es von ganzem Herzen.  Und während ich arbeite, bleibe ich auch bei meiner Entscheidung. Nicht ständig wieder die Meinung ändern und mit der Entscheidung hadern. Nein – dabei bleiben. Somit zerre ich mich selbst nicht in zwei verschiedene Richtungen tun/ja – wollen/nein. Ich bleibe bei der Entscheidung, ich bleibe bei mir und der zu erledigenden Aufgabe. Und in diesem Zustand spüre ich keinen Widerstand mehr. Ich spüre, wie der Kampf in mir aufhört, wie es in mir leichter wird. Ich bin von ganzem Herzen dabei und erahne allmählich was es bedeutet:

zu lieben was man tut.

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7 Kommentare to “Liebe, was Du tust”

  1. schanzenbach sagt:

    theoretisch einfach und logisch > ABER doch verdammt schwer zu verinnerlichen.
    Vielleicht hilft es, deinen Text öfters zu lesen, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, jeden Tag – besonders wenn sich der innere Schweinehund mal wieder breit macht.

  2. Cordula sagt:

    Natürlich ist das keine Sache, die man einmal liest und dann klappts.
    Wie Du sagst, der liebe Schweinehund kommt immer wieder mal hoch. Aber das ist in Ordnung und völlig normal.
    Es gehört Bewusstheit dazu die Entscheidung treffen. Und es ist uns Menschen eben nicht 24 Stunden am Tag möglich, bewusst zu sein. Aber man kann lernen, immer länger in der Bewusstheit zu bleiben.
    Also, ein bischen Üben gehört schon dazu – dann ist es wirklich leicht.
    Und gerade die wichtigen Dinge im Leben zeichnen sich durch ihre Leichtigkeit aus.

    Herzliche Grüße
    Cordula

  3. klanggebet sagt:

    Zu lieben was man tut oder zu tun was man liebt…das ist das grösste Geschenk. Und es ist manchmal leichter zu erreichen als man denkt. Vor einigen Jahren noch fragte mich eine Freundin: Was würdest Du am liebsten tun, wenn Du Deinen momentanen Job nicht tun müsstest weil Du genug Geld hast? Plötzlich wusste ich ganz klar, was ich am liebsten täte. Und ich fragte mich: warum tue ich es eigentlich nicht?

    Dass Arbeit immer schwer sei, ist ein negativer Glaube, den wir ablegen können. Dass Job & Spass zwei verschiedene Dinge sind, auch. Es ist möglich, absolut nur das als Arbeit zu tun, was man wirklich will. Es wirklich fest zu wollen, daran zu glauben, dass Arbeit und Erfüllung eins sein können, ist wichtig. Und wenn einem das ins Blut übergeht, dieser Glaube daran, dass man wirklich Entfaltung, Erfüllung und Glück verdient und dass das was man ist, sich in der Arbeit ausdrücken darf…dann wird es auf einmal ganz leicht.

    Ich kann nur jedem empfehlen, sich zu fragen: Was will ich eigentlich wirklich tun? Und warum tue ich es eigentlich nicht? Was ist nötig, damit ich es von heute an tun kann?

    Das Leben ist viel zu kurz um es mit unliebsamer Arbeit zu verbringen :)

    Liebe Grüße
    Giannina

  4. schanzenbach sagt:

    “Heute ist ein neuer Tag. Ich kann ihn verschwenden oder nutzen. Was ich heute tue, ist wichtig. Denn ich tausche einen Tag meines Lebens dafür ein. Morgen wird dieser Tag für immer vergangen sein. Er lässt mir das zurück, was ich heute aus ihm gemacht habe.”
    Ich wünsche allen ein erlebnisreiches, spannendes Wochenende und habt Spass und Freude bei ALLEM was ihr tut und denkt.

  5. Cordula sagt:

    Liebe Giannina,

    Wenn wir es schaffen, unsere fleißig gesammelten Glaubensätze aufzudecken und sie dann auch noch überwinden, dann steht dem allem nichts im Weg. Es mag anfänglich schwierig sein und vielleicht braucht man auch etwas externe Unterstützung, aber es ist machbar! Das kann ich nur bestätigen. Und wenn man soweit gekommen ist, Erfüllung zu spüren und auch zu leben, dann fragt man sich, warum man so nicht schon früher gelebt hat.
    Wir sind schließlich auf dieser Welt, um sie zu genießen!

    Herzlichst
    Cordula

  6. weltenengel sagt:

    “Was ich heute tue, ist wichtig. Denn ich tausche einen Tag meines Lebens dafür ein.”

    Wie wahr und wie wertvoll. Gibt es etwas Wertvolleres, als die eigene (Lebens-)Zeit für etwas zu tauschen? Da sollte man sich schon überlegen, was man tut.
    Da kann man wirklich nur sagen:
    Carpe Diem! – Nutze den Tag!

    In diesem Sinne Herzlichst
    Cordula

  7. Isolde Ardelt sagt:

    Liebste Cordula!
    Wie wahr, es ist am Anfang schwer, wird aber immer leichter, schließlich ,macht immer noch Übung den Meister. Und wenn man eine sogenannte ungeliebte Arbeit sofort macht, ist sie auch schon halb getan und bei näherem Hinsehen gar nicht mehr ungeliebt. “Denn ich tausche einen Tag meines Lebens dafür ein”, dieser Satz ist so ungemein vielsagend, hat mich tief berührt!
    Einfach toll dein Blog, tausend Dank dafür.
    Sei lieb umarmt Isolde :-) )

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